30 Dezember 2011 - 20:30

Gestern haben erneut tausende Menschen in Sanaa und Tais gegen den inzwischen zurückgetretenen Präsidenten, Ali Abdullah Saleh, protestiert. Demonstranten trugen Plakate, auf denen sie die jüngsten Äußerungen des US-Botschafters in Sanaa, der die anhaltenden Proteste in verschiedenen Städten von Jemen als provokativ bezeichnete, verurteilten.

Nach Ansicht von Demonstranten versuchen die USA, das Regime von Saleh zu retten.
Sie verurteilten zudem den "Friedensplan" der Außenminister des Kooperationsrats des Persischen Golfs, der Saleh nach Rücktritt juristische Immunität garantiert.
Nach diesem Plan wird "Mohammed Basindo" mit der Bildung der nationalen Einheit beauftragt. Mehrere Oppositionsgruppen lehnten diesen Vorschlag allerdings ab. Sie fordern zum einen, dass Saleh sich vor Gericht für mehrere Massaker verantworten soll und zum anderen, dass die Ressortverteilung neu gemacht werden soll, da die Saleh- Treue wichtige Ministerien, wie Ministerien für ÖL, Außen und Verteidigung bekommen sollen.
Die Proteste begannen am 27. Januar mit einer Demonstration von rund 16.000 Jemeniten in den Straßen der Hauptstadt Sanaa gegen die Politik von Präsident Ali Abdullah Saleh. Bei den Protesten wurden hunderte Menschen getötet und tausende weitere verletzt wurden.